Sechs Wochen polarisiertes funktionelles Intervalltraining mit großen Trainingsbelastungsreduktionen haben keinen Einfluss auf die Leistungssteigerungen im Vergleich zu herkömmlichen Workouts

Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen von polarisiertem funktionellen Intervalltraining (HIFT) im Vergleich zu traditionellen Trainingsmethoden untersucht. HIFT ist besonders bei CrossFit-Athleten beliebt und kombiniert Kraft, Ausdauer und funktionelle Bewegungen in einem intensiven Trainingsformat. Während diese Methode beeindruckende Leistungssteigerungen bietet, besteht ein erhöhtes Risiko für Übertraining und Verletzungen.

11/26/2024

Polarisiertes Funktionelles Intervalltraining: Vergleich zu traditionellen Methoden

Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen von polarisiertem funktionellen Intervalltraining (HIFT) im Vergleich zu traditionellen Trainingsmethoden untersucht. HIFT ist besonders bei CrossFit-Athleten beliebt und kombiniert Kraft, Ausdauer und funktionelle Bewegungen in einem intensiven Trainingsformat. Während diese Methode beeindruckende Leistungssteigerungen bietet, besteht ein erhöhtes Risiko für Übertraining und Verletzungen.

Die Rolle der Trainingsintensität

Das polarisierte Trainingsmodell zeichnet sich durch einen hohen Anteil an niedrig-intensivem Training (78 %) und nur 22 % mittelschwere bis hochintensive Einheiten aus. Im Gegensatz dazu setzt das traditionelle HIFT-Training stärker auf hohe Intensitäten (74 %) und reduziert den Anteil an niedrigintensiven Einheiten deutlich. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob das polarisierte Modell ähnliche Leistungssteigerungen wie die traditionelle Methode ermöglicht, jedoch mit geringeren Belastungen und besserer Erholung.

Methodik und Ergebnisse

In einem sechs Wochen langen Training wurden 30 erfahrene HIFT-Athleten in zwei Gruppen aufgeteilt: eine mit polarisiertem Ansatz und eine mit traditionellem Ansatz. Beide Gruppen zeigten ähnliche Leistungssteigerungen bei Kraft (z. B. Deadlift und Overhead Press), Ausdauer (VO2max, Laktatschwelle) und spezifischen CrossFit-Workouts (z. B. "Jackie").

Interessanterweise hatte die polarisierte Gruppe trotz einer um 40 % geringeren Trainingsbelastung keine Nachteile in der Leistungsentwicklung. Zusätzlich berichteten Teilnehmer dieser Gruppe über weniger Ermüdung und Verletzungen im Vergleich zur traditionellen Gruppe.

Fazit und praktische Implikationen

Die Studie zeigt, dass polarisiertes Training eine effektive Alternative zum traditionellen Ansatz sein kann. Es ermöglicht vergleichbare Leistungssteigerungen, reduziert jedoch gleichzeitig das Risiko von Übertraining und Verletzungen. Diese Erkenntnisse könnten einen Paradigmenwechsel im HIFT-Training einleiten, indem der Fokus stärker auf Erholung und langfristige Leistungsfähigkeit gelegt wird.

Für Trainer und Athleten bedeutet dies, dass eine ausgewogene Verteilung der Intensitäten nicht nur leistungsfördernd ist, sondern auch die Nachhaltigkeit des Trainings fördert. Zukünftige Studien sollten untersuchen, wie sich diese Ansätze bei längeren Trainingszyklen oder mit höherer wöchentlicher Belastung bewähren.